Agnieszka Brugger, Heike Engelhardt und Benjamin Strasser: Förderzusage unterstützt Strukturwandel in der Region

In der Region Bodensee-Oberschwaben ist einer von 54 Weiterbildungsverbünden gestartet, die aus dem Bundesprogramm „Aufbau von Weiterbildungsverbünden“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert werden. Der Weiterbildungsverbund Bodensee-Oberschwaben der bwcon soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Fahrzeugindustrie dabei unterstützen, sich untereinander sowie mit Weiterbildungsakteuren der Region zu vernetzen. Die Unternehmen können die Erfahrungen und Expertisen für die Ausgestaltung ihrer eigenen strategischen Personalentwicklung- und Weiterbildungsplanung nutzen oder gemeinsam mit anderen Betrieben passgenaue Qualifizierungsmaßnahmen planen.

„Ganz nach dem Motto: ‚zukunftsfähig sein und bleiben‘ freuen wir uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern SolarLAGO, CyberLAGO, IWT und dem Digitalen ZukunftsZentrum Unternehmen in der Region bedarfsgerecht zu unterstützen. Wir setzen darauf, Mitarbeitende in der Fahrzeugindustrie für die Herausforderungen und Berufsfelder der Zukunft weiter zu qualifizieren“, sagt Elena Drögemüller von bwcon.

„Die Bundesregierung unterstützt dieses wichtige Weiterbildungsprojekt mit mehr als 570.000 Euro und sendet damit ein starkes Signal an unsere Region. Sie trägt dazu bei, dass in unserer heimischen Fahrzeug- und Zulieferindustrie gemeinsam mit den Mitarbeitenden nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickelt werden können und der Wandel gelingen kann. Der Weiterbildungsverbund Bodensee-Oberschwaben eröffnet den Menschen in der Region sowie insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen neue Chancen. Zudem wird der Transfer in Wachstumsbranchen vorbereitetet. Mit Weiterbildung und Kreativität wird der Strukturwandel zu einer Chance für unsere Region. Es ist wichtig, diesen Prozess aktiv zu unterstützen, um Brüche zu verhindern“, so die drei Ravensburger Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition Agnieszka Brugger (Bündnis 90 / Die Grünen), Heike Engelhardt (SPD) und Benjamin Strasser (FDP).

Über den Weiterbildungsverbund Bodensee-Oberschwaben (WBV)

Die Hauptzielsetzung ist es Mitarbeitende in der Fahrzeugindustrie für die Herausforderungen und Berufsfelder der Zukunft weiter zu qualifizieren. Weiterhin legt der WBV einen Schwerpunkt auf den Aspekt der Zusammenarbeit und Netzwerk, denn gute Zusammenarbeit gehört zu den wichtigsten Kompetenzen der digitalen Transformation. Es braucht hier nicht nur neue fachliche Qualifikationen, sondern auch übergreifende Kompetenzen wie zum Beispiel technologisches Grundlagenwissen, Kreativität im Denken und Handeln und die Fähigkeit, lebenslang zu lernen und mit anderen Unternehmen auf Augenhöhe zu kooperieren. Hier wird im ersten Schritt im Fokus stehen, Unternehmen und Mitarbeitenden für die Chancen zu sensibilisieren, die durch eine zielgerichtete Weiterqualifizierung entstehen. Die Sensibilisierung muss also sowohl auf Seiten der Mitarbeitenden erfolgen als auch auf der Seite der Unternehmen. Gleichzeitig bedeutet es, dass dort, wo Stellen unter starkem Substituierungsdruck stehen, den Menschen neue Chancen eröffnet werden, indem ein Transfer in die Wachstumsbranchen vorbereitet wird und somit den Beschäftigten eine Perspektive gegeben wird, dass ihre Arbeitskraft weiterhin auf dem Arbeitsmarkt nützlich ist. Weiterbildungsangebote sollen hier gebündelt und zielgerichtet für die Fahrzeugindustrie genutzt und erstellt werden.

Folgende Services werden im Rahmen des Projektes angeboten:

  • Erstgespräch zu Bedarfen der Unternehmen
  • Sensibilisierung in Form von Role-Model Filmen, kurzen Lernsequenzen „Learning Nuggets“, Hackathons
  • Bedarfs-/ Qualifizierungsanalysen
  • Zugang zu Fördermöglichkeiten
  • Zielgerichtete Empfehlung/Erstellung von Bildungsangeboten
  • Bilden von Peer-Groups, um die ermittelten Ziele gemeinsam zu verfolgen
  • Vernetzung von Akteuren der Fahrzeugindustrie, Bildungsbranche, Zukunfts- und Wachstumsbranche
  • Unterstützung bei Ausgründungen

Unternehmen der Region können sich bei Interesse einer Kooperation mit bwcon in Verbindung setzen.

Über das Bundesprogramm

Mit dem Bundesprogramm "Aufbau von Weiterbildungsverbünden" setzt das BMAS seit 2020 eine zentrale Vereinbarung aus der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) um. Ziel des Förderprogramms ist es, die Weiterbildungsbeteiligung von insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen an Weiterbildungen zu steigern und regionale Wirtschafts- und Innovationsnetzwerke zu stärken. Dabei vernetzen die Koordinierungsstellen der Projekte die einzelnen Akteure eines Verbundes, stellen den Betrieben situationsgerechte Weiterbildungsinformationen zur Verfügung, identifizieren Qualifizierungsbedarfe, beraten trägerneutral und unterstützen bei der inhaltlichen Ausgestaltung neuer Weiterbildungsmaßnahmen.

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