Benjamin Strasser besucht das Rote Kreuz in Weingarten - Grundlegende Reform des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes gefordert (PM)

Foto: Benjamin Strasser MdB (vorne links), Georg Roth (vorne rechts) und Freiwillige des DRK Ortsverband Weingarten

Weingarten. Auf seiner Sommertour hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser den Ortsverband Weingarten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) besucht. Beim Gespräch mit dem Ortsvorstand der Hilfsorganisation standen die Corona-Einsätze des DRK und die notwendigen Lehren für die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland im Vordergrund. Auch die ehrenamtliche Arbeit der DRK-Mitglieder in Weingarten wurde vorgestellt.

Der Vorsitzende des DRK-Ortsverein Weingarten, Georg Roth, wies darauf hin, dass die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern im Bevölkerungsschutz neu justiert werden müsse. Insbesondere bei der Finanzierung der Ausstattung oder von Räumlichkeiten stünden die Hilfsorganisationen oft vor schwer stemmbaren Herausforderungen, so Roth. "Wir haben in Weingarten zum Beispiel zwei Mannschaftstransportwagen. Eines der Fahrzeuge ist inzwischen 20 Jahre alt und wir verfügen über keinen Garagenplatz. Da bräuchten wir mehr Unterstützung von Land und Bund für Ersatz", berichtete der DRK-Vorsitzende. "Wir brauchen eine verlässliche Finanzierung", betonte Georg Roth.

Schilderungen von Problemen, die der Innenpolitiker Benjamin Strasser gut kennt: "Ich höre immer wieder, dass die Ehrenamtlichen in den Hilfsorganisationen hier großen Nachholbedarf sehen", sagte Strasser. Daher habe er sich in den letzten Jahren dafür eingesetzt, die Kompetenzen neu zu verteilen und die Rolle des Bundes beim Bevölkerungsschutz zu stärken. Der Abgeordnete machte deutlich, dass er eine grundlegende Reform des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes anstrebt: "Das muss auch eine Lehre aus der Corona-Pandemie sein. Wir brauchen dafür eine Föderalismuskommission III, die Bund und Länder an einen Tisch holt. Es bringt nichts, wenn immer nur auf die bekannten Probleme verwiesen wird, aber keine konkreten Schritte folgen, um die Probleme gemeinsam zu lösen." Aus seiner Sicht sei dies eine Chance, nicht nur für klare Zuständigkeiten, sondern auch für eine auskömmliche Finanzierung der vor allem ehrenamtlichen Hilfsstrukturen zu sorgen, so Strasser. Außerdem will der FDP-Innenpolitiker das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stärken und diesem künftig eine Zentralstellenfunktion zur bundesweiten Koordination des Katastrophenschutzes einräumen.

(Text: Oliver Olpen)

 

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